Chat Bots. Das klingt nicht wirklich sexy, ist aber seit der letzten F8 ein heißes Thema. Facebook hat dort verkündet, dass sie Entwickler erlauben (ach was, auffordern!), automatisierte Apps für den Messenger zu entwickeln. In einem Jahr werden wir nicht mehr an Bots vorbei kommen. Darum sollten wir unser lieber jetzt schon darauf einstellen – wir haben dazu extra etwas vorbereitet für die, die schon in der Zukunft der künstlichen Intelligenz angekommen sind.

Poncho war eine der ersten Apps, die gezeigt hat, wir die neue Send/Receive API beim Messenger funktioniert. Es handelt sich dabei um einen Wetter-Bot, der außerdem dein Freund sein möchte. Man kann Poncho fragen, ob man heute eine Sonnenbrille braucht oder eher einen Regenschirm, wie das Wetter in den nächsten Tagen wird, wann es wieder regnet. Über eine Alert-Funktion kann man sich immer auf dem Laufenden halten lassen. Das Besondere: Die App ist in der Lage, locker und freundlich mit dem User zu sprechen, wie mit einem Freund, wobei Poncho am Anfang lernen muss, was gesagt werden soll und kann.

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Ganz anders sieht es bei Quartz für das iPhone aus. Dieser Bot wurde von (echten) Journalisten geschrieben. Quartz hat verstanden, dass Chat Bots eine völlig neue Herausforderung sind. Wenn du eine „chatty“ News App bauen willst, genügt es nicht, einfach die Stories von der Webseite 1:1 zu kopieren. Wer Quartz für das iPhone nutzt, führt quasi einen permanenten Dialog mit einem sehr schlauen Zeitgenossen. Die App sendet News Schnipsel, vollgepackt mit GIFs, Emojis – und natürlich seriösen Inhalten. Wer mehr erfahren will, kann einfach danach fragen; oder weitergehen zur nächsten Story. Außerdem lässt sich individuell einstellen, zu welchen Themen man Benachrichtigungen erhalten will.

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Und obwohl Bots quasi gerade erst zum Trend geworden sind, gibt es schon einen Verlierer. Ja, wir sprechen über Tay, dieses Desaster von Microsoft. Tay war ein auf Twitter aktiver Chat Bot, der gezielt Millenials ansprechen sollte. In ihrem Twitter-Profil steht „The more you talk the smarter Tay gets“ (Je mehr du mit ihr sprichst, umso klüger wird Tay). Das Problem: Die User haben Tay keine smarten Sachen gesagt. Microsoft hatte die Bosheit der Menschen unterschätzt. Einige rassistische Tweets später wurde Tay wieder in ihre Box gepackt. Für die Zukunft dient Tay als warnendes Beispiel für die Anfälligkeit von künstlicher Intelligenz. Und das beunruhigendste? Nicht die Roboter sind die Gefahr, sondern wir.