It’s about the relationship, Stupid!

Statement
bastian.scherbeck

Auch wenn es doch eigentlich so klar sein müsste: Markenfans möchten nah an der Marke sein. Möglichst nah! Das diese Nähe – insbesondere im Bereich der “Influencer Relations” – nicht nur durch Produkte und Give-Aways etabliert werden kann, sollte jedem Brand Marketer klar sein. Sollte. Denn vor ein paar Wochen wurde mir bei einem persönlichen Gespräch mit einem “Influencer” (was für ein Wort …) erneut klar, dass viele Unternehmen das noch lange nicht verstanden haben und weiterhin versuchen persönliche Beziehungen durch monetäre Mehrwerte zu substituieren. Dumm, wenn alles was der “Influencer” wirklich will (und hier unterscheidet er sich deutlich vom “gemeinen” Kunden) “Money can’t buy” ist.

Folgende Situation: “Influencer” wird zum globalen Hauptsitz des Unternehmens eingeladen. Straffes Programm, VIP Hotel, perfekt inszenierte “branded experiences”. Nur eines wurde vergessen: Der tatsächliche Kontakt zum Unternehmen. Kein einziger Unternehmensvertreter schüttelt Ihm auch nur die Hand oder geht mit Ihm ein Kaffee / ein Bier trinken. Die Ansprechpartner mit denen er in den letzten Wochen und Monaten immer wieder zu tun hatte: Glänzen mit Abwesenheit.

Das Ergebnis: Ein Mensch, der sich gekauft fühlt. Und enttäuscht wieder nach Hause zurückkehrt. Ein Markenfan, der einen klaren Eindruck bekommen hat, was die Marke wirklich von Ihm will. Ein “Influencer” weniger.