We Are Social’s Tuesday Tune-Up #32

Mashup
florian.wimmer

Deutschland – Social Media Land

Die Deutschen halten sich immer öfter und immer länger in Social Networks auf: 85% der deutschen Internetnutzer besuchten im Februar ein soziales Netzwerk und verbrachten dort insgesamt mehr als 19,5 Milliarden Minuten (!). Das haben die Forscher von Comscore herausgefunden.

Bei den deutschen Social Networks geht es heiß her: Xing überholt erstmals die VZ-Netzwerke, deren Niedergang schon oft beschrieben wurde und steht von den Nutzerzahlen her nun an Stelle 2 hinter Facebook – allerdings mit nur etwas einem Achtel der Nutzer. Gleichzeitig ist Xing neben Facebook und dem russischen Netzwerk Odnoklassniki das einzige Netzwerk, das im Februar gewachsen ist.

Wie Marketingchefs das Social Web sehen

Eine Infografik von IBM fragt, ob die CMOs dieser Welt bereit sind für die digitale Marketing-Ära. Zumindest sehen 57% der Befragten Social Media als wichtigen Einfluss auf das Marketing, und sogar 68% sehen den steigenden Einfluss und die Mitarbeit der Konsumenten als wichtigen Faktor.

Dennoch fühlen sich 79% aller Marketingleiter unvorbereitet für die Herausforderungen, wie wachsende Anzahl an Kanälen, die Explosion der Datenmenge und die sich verändernde Demographie der Konsumenten.

Und natürlich spielt auch das liebe Geld eine Rolle dabei, wie offen sich Marketingchefs dem Social Web gegenüber verhalten.

Personaler in den USA verlangen das Facebook-Login der Bewerber

Immer mehr Bewerber in den USA werden beim Einstellungsgespräch nach ihrem Facebook-Login gefragt – inklusive Passwort. Dass sich Firmen über ihre Bewerber online informieren ist gang und gäbe, hier gehen die Personalverantwortlichen aber einen deutlichen Schritt weiter. Auch der amerikanische Justizminister wurde mittlerweile aufgefordert, die Vorgänge zu prüfen.

Google gibt Analytics-Nutzern mehr Informationen über Social Media

„Ein Verkauf, der über Google+ angestoßen wurde bringt unserem Unternehmen ca. 5 Euro.“ Mit solch genauen Zahlen können die Social Media-Verantwortlichen weltweit sich bisher kaum brüsten und ihre Chefs damit von der Notwendigkeit eines weiteren Investments überzeugen. Google möchte das gerne ändern und stellt in den Google Analytics zukünftig wesentlich detailliertere Informationen über den Einfluss von sozialer Konversation auf die Website und evtl. den Onlineshop eines Unternehmens dar.

So lassen sich Conversions, die über Social Media Kanäle hereinkamen, nun genau unterteilen: Normale Conversions passieren direkt, während „Assisted Social Conversions“ zwar auf einem Social Media Kanal angetriggert wurden, aber erst mit Verzögerung zur Handlung auf der Website führen.

Dabei können Werber nun auch unterscheiden, aus welchen Kanälen wie viele Kunden tatsächlich auf die Website kamen und wie viel ein Engagement einem Unternehmen tatsächlich bringt.

Die Krux dabei: Mit dem Erzrivalen Facebook arbeiten die Analytics bisher noch nicht zusammen, ebensowenig mit vielen anderen großen Netzwerken. Lediglich Googles eigenes Netzwerk Google+ und kleinere Netzwerke wie Badoo, Disqus, Echo, Hatena und Meetup sind bisher integriert.

Twitter bald mit neuer Niederlassung in Deutschland

Rowan Barnett, bisher Leiter „Community Management und Social Media“ bei bild.de wird ab demnächst die Geschicke von Twitter in Deutschland lenken. Beide Parteien begrüßten sich natürlich erst mal über Twitter.

Auch bekannt wurde, wo die neue Twitter Deutschland Zentrale eröffnet werden soll: Gegen München und Hamburg setzte sich Berlin als neuer Standort des Microblogging-Services durch.

Seltsames auf YouTube: Wenn Stars auf Twitter beleidigt werden

Als Berühmtheit hat man es heutzutage nicht leicht: Ständig und auf allen Kanälen wird man kritisiert. Während das ja eigentlich der persönlichen Weiterentwicklung dienen könnte, sind manche Kommentare, nun ja, wenig konstruktiv. Der amerikanische Late-Show-Host Jimmy Kimmel hat deshalb Stars gebeten, doch ihre liebsten Beleidigungsposts on air vorzulesen. Mit dabei: Roseanne Barr, Anna Faris, Jason Bateman und viele mehr.