Influencer Marketing - Segen oder Fluch? Sie sind gleichzeitig verehrt und verachtet, aber immer wieder mit neuen Storys in den Medien. Dass sich die Zusammenarbeit mit Influencern allerdings doch noch lohnt, zeigen Umfragen des Econsultancy Influencer Marketing Reports 2020: 61% der 18 - 34-jährigen Verbraucher geben an, durch Influencer in ihrer Kaufentscheidung beeinflusst worden zu sein. Ja also zu Influencern, nur bitte die richtigen. Wir geben Tipps, worauf ihr achten müsst!

Wie findet ihr den passenden Influencer für eure Marke?

Das richtige Talent zu identifizieren, ist immer noch einer der größten Challenges beim Influencer Marketing. Bevor ihr eine Kollaboration eingeht, solltet ihr folgende Punkte checken:

  • Relevanz: Der Influencer sollte relevant für die Marke sein, die firmeninternen Werte sowie Message verkörpern und im Idealfall bereits Fan sein.
  • Content: Passt der Tone of Voice des Influencers und der Stil der Bilder zur Marke?
  • Engagement: Wieviele Comments / Likes / Shares gibt es im Verhältnis zur Followerzahl? Für 85% der Werbetreibenden* ist das die wichtigste Metrik, um den Erfolg eines Influencers zu messen.
  • Community Management: Reagiert der Influencer auf seine Follower? Gibt es eine echte Beziehung zu seinen Fans? Schafft er / sie es, zu inspirieren?
  • Follower: Könnten die Follower potenzielle Kunden der eigenen Marke sein? Dabei kommte es nicht auf die Anzahl, sondern auf die Profile an. Traut euch auch an Profile mit einer kleineren Fangemeinde: “Micro-Influencer” haben zwar weniger Reichweite, produzieren aber oft besser zugeschnittenen Content, bestätigen 61% der befragten Verbraucher*.

Worauf müsst ihr achten, wenn eine Kollaboration stattfindet?

  • Seid transparent: Marke und Influencer müssen klar darstellen, dass hier eine Kollaboration stattfindet, um das Vertrauen der User zu erhalten (z.B. via Branded Content auf Instagram).
  • Seid authentisch: 61% der Verbraucher* schätzen, wenn Influencer glaubwürdigen, engaging Content kreieren. Vorgaben seitens der Marke sind gut, sollten aber nicht die kreative Freiheit einschränken.

Welche Marken haben überzeugt?

Eure Marke kann von Influencern definitiv profitieren. Für unseren Kunden DAZN beispielsweise haben wir gezeigt, was 100 % American bedeutet und mehr Authentizität in die Super Bowl-Berichterstattung gebracht. Denn wer könnte den American Lifestyle besser verkörpern als Ice-T und Evil Jared?

Auch Micro-Influencer können einen Push für eure Marke bringen - das hat H&M Sports bewiesen. Sie investierten in den Sportler Tommy Rivers Puzey, dessen Bekanntheitsgrad gemeinsam mit der Sport-Kollektion des Fashion-Riesen wuchs.

Und nicht vergessen: authentischer Content greift! Das Team des Vintage Fashion Retailers ModCloth setzt dafür auf eigene Mitarbeiter. Denn wer könnte besser die Marke repräsentieren, als diejenigen, die sich tagtäglich mit ihr auseinandersetzen?

 

* Influencer Marketing 2020, Econsultancy, Published November 2018