Social-Media-Boykott zahlreicher Top-Klubs

Am Wochenende boykottierten zahlreiche englische Klubs, Spieler, Athleten und eine Reihe von Sportverbänden ihre Social-Media-Kanäle, um gegen Missbrauch und Diskriminierung auf den Social-Plattformen vorzugehen. Auch deutsche Vereine beteiligten sich und selbst die UEFA ziehte nach.

Der Social-Media-Boykott dauerte vier Tage. Er begann freitags, 30. April, am Nachmittag um 16 Uhr und endete am Montag, den 3. Mai, um 23.59 Uhr.

Warum boykottierten die Vereine der Premier League die Sozialen Medien?

Der Social-Media-Boykott wurde von den verschiedenen Akteuren des englischen Fußballs als Protest gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung im Internet organisiert.

In einer Erklärung der Premier League heißt es, dass der englische Fußball sich in Solidarität üben wird, um zu betonen, "dass Social-Media-Unternehmen mehr dafür tun müssen, um Hass im Netz auszulöschen und gleichzeitig die Bedeutung der Aufklärung von allen Usern im laufenden Kampf gegen Diskriminierung hervorzuheben".

Weiterhin heißt es in einem Statement von St. Pauli auf Twitter:

Die Entscheidung, soziale Medien zu boykottieren, wurde auch von anderen Sportarten aufgegriffen. Verbände unter anderem der europäische Fußballverband UEFA, Vereine und Einzelpersonen aus Rugby, Tennis, Radsport und Formel 1 haben sich dem Protest angeschlossen. "Es gab Übergriffe sowohl auf dem Spielfeld als auch in den Sozialen Medien. Das ist inakzeptabel und muss gestoppt werden, mit Hilfe der öffentlichen und gesetzgebenden Behörden und den Giganten der sozialen Medien", sagte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. "Zuzulassen, dass eine Kultur des Hasses ungestraft wachsen kann, ist gefährlich, sehr gefährlich, nicht nur für den Fußball, sondern für die gesamte Gesellschaft."

Ebenfalls twitterte Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton:

"Als Zeichen der Solidarität mit der Fußballgemeinde werde ich meine Social-Media-Kanäle an diesem Wochenende dunkel schalten. In unserer Gesellschaft ist kein Platz für jegliche Form von Missbrauch, ob online oder offline", schrieb der Brite an seine mehr als 33 Millionen Follower bei Instagram, Twitter und Facebook.

Ein Boykott könne "das Problem nicht über Nacht lösen", so der Brite weiter: "Wir müssen zum Wandel aufrufen, auch wenn es eine unlösbare Aufgabe zu sein scheint. Der Sport hat die Kraft zu vereinen. Lasst uns Missbrauch nicht als Teil des Sports akzeptieren. Lasst uns diejenigen sein, die einen Unterschied für zukünftige Generationen machen." Hamiltons britische Formel-1-Kollegen Lando Norris und George Russell sind ebenfalls dabei, genauso unter anderem der Tennis-Weltverband ITF.

Das ist heute auch Thema im Social Social Club dem Podcast von We Are Social.



TikTok: Einstieg in die Leadgenerierung und neuer Bild-in-Bild-Modus für Live-Stream-Videos

TikTok erweitert die Funktion seiner In-Feed-Anzeigen: Durch ein Formular können Unternehmen nun Informationen über eigene Produkte bereitstellen und Nutzer wiederum aktiv ihr Interesse daran bekunden, indem sie ihre Kontaktdaten an das jeweilige Unternehmen übermitteln. Dadurch sollen schneller Leads generiert und Kontakte zu potentiellen Kunden aufgebaut werden - unter Berücksichtigung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Dafür werden in den In-Feed Ads Informationen zu beworbenen Produkten, Dienstleistungen oder Angeboten hinterlegt, die für die Zielgruppe relevant, ansprechend und interessant sind. Nutzer können ein Formular verwenden und Informationen wie Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer eintragen, um damit ihr Interesse zu signalisieren und weitere Informationen zu erhalten.

TikTok Lead Generation ads
Quelle: TikTok

Basis der neuen Leadgenerierungs-Anzeigen ist die Datenschutz-Grundverordnung. Nutzer:innen, die durch das neue Formular ihre Informationen übermitteln, werden bei der Lead-Generierung durch einen Datenschutzhinweis darauf hingewiesen, dass ihre Informationen mit dem jeweiligen Werbetreibenden geteilt und in Übereinstimmung mit dessen Datenschutzrichtlinie verwendet werden. Sowohl die Datenschutzrichtlinie von TikTok als auch die des Werbetreibenden werden verlinkt. Die persönlichen Informationen sind nur dem jeweiligen Werbetreibenden zugänglich.

Matt Navarra, ein bekannter Social-Media-Berater und Branchenkommentator aus Großbritannien, twitterte kürzlich über eine Funktion, die TikTok für seine Nutzer eingeführt hat. TikTok hat die PIP (picture in picture) - Funktion für seine Nutzer im Live-Streaming eingeführt! Das Bild-im-Bild-Feature ist eine Art Multi-Fenster-Modus, der es den Nutzern, die diesen Inhalt betrachten, ermöglicht, ein Video oder Bild in einem kleinen Fenster zu sehen, das an diesen Inhalt irgendwo auf dem Bildschirm angeheftet ist, während sie gleichzeitig andere Apps und Inhalte auf dem Hauptbildschirm nutzen können. Die Bild-in-Bild-Funktion hilft Nutzer*innen, verschiedene Inhalte gleichzeitig zu betrachten, und sie ermöglicht auch, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig auszuführen.

Diese Funktion ist definitiv ein kluger Schritt von TikTok, der dazu beitragen wird, das Engagement auf der Plattform zu erhöhen, da keine andere Funktion das Nutzererlebnis so fördern kann wie diese.

Zoom Immersive View: So wird die Arbeit im Home Office persönlicher

Introducing Immersive View, A Fun New Way to Meet
Quelle: Zoom

Seit Monaten Homeoffice - des einen Freud, des anderen Leid. Viele vermissen die persönliche Zusammenarbeit mit ihren Kollegen oder die Team- und Projektarbeit vor Ort und der Kontakt zu Kunden kommen bei vielen im Homeoffice auch zu kurz. Zusammen mit deinem Team oder deinem Kunden an einem Tisch sitzen? Derzeit für viele kaum vorstellbar, doch ein neues Zoom Tool ermöglicht genau das – virtuell versteht sich.

Seit Montag, dem 3. Mai 2021, kannst du mit der neuen Funktion „Immerse View" deine Zoom-Meetings aufpeppen, indem du dich in denselben virtuellen Hintergrund versetzen kannst wie deine Meetingteilnehmer*innen - sei es ein Konferenzraum, ein Klassenzimmer oder einen anderen beliebigen Ort deiner Wahl. Microsoft Teams bietet bereits „Immersive View“ an. Nun hat man ein solches Feature auch für Zoom parat. Bis zu 25 Teilnehmer lassen sich so beispielsweise in einem virtuellen Konferenzraum bannen. Weitere Teilnehmer werden an einem Miniaturstreifen am oberen Bildschirmrand gezeigt. Es obliegt dem Gastgeber, zwischen den Szenerien zu wechseln oder zur Sprecher- bzw. Galerie-Ansicht zu wechseln. Notwendig ist dafür ein Client mit Version 5.6.3 oder höher für Windows oder macOS. Für Teilnehmer ohne Immersive-View-Unterstützung wird stattdessen die Galerie- oder Sprecheransicht verwendet. Für Breakout-Rooms steht die neue Ansicht nicht zur Verfügung. Ebenso wird Immersive View bei einem freigegebenen Bildschirm beendet. Dennoch ist dies eine tolle Art, etwas Abwechslung im tristen Homeoffice-Alltag zu schaffen. Frohes Meeting!

Instagram: Stummschalten in Live Rooms, Insider Magazin und vieles mehr

Instagram führt in Live Rooms ein, was aus Zoom und Co. bereits bekannt ist: Teilnehmer*innen können sich stumm und ihre Kamera ausschalten. Zusätzlich launcht die Social App ein digitales Magazin.

Live Rooms mit Stummschaltung und ausgeschalteter Kamera

Mit Live Rooms kannst du nun eine Live-Übertragung mit bis zu drei weiteren Teilnehmern starten. Zuvor konntest du nur mit einer weiteren Person im Stream live gehen, jetzt mit bis zu drei. Das bietet spannende Möglichkeiten für Interviews oder Kollaborationen zwischen Influencern. Doch mit vier Menschen in einem Live Stream, bei denen eventuelle Hintergrundgeräusche zusammenkommen, kann es ganz schön chaotisch zugehen. Deswegen arbeitet Instagram nun an der Stummschaltung einzelner Teilnehmer*nnen.

What turning off your video will look like in Instagram Live Rooms.
Quelle: Instagram

Instagram:

"Indem wir den Leuten die Möglichkeit geben, ihr Audio stumm oder ihr Video auszuschalten, werden Moderatoren zusätzlich Flexibilität geboten, da die zusätzliche Funktionalität helfen könnte, den Druck zu verringern, auf eine bestimmte Art und Weise auszusehen oder zu klingen, während sie live senden."

Zudem sind die meisten von uns es durch Zoom, Hangouts und Co. gewohnt, Kamera und Mikrofon ohne Umstände ausschalten zu können. Dass Instagram dies nun auch in Live Rooms einführt, ist also kaum verwunderlich.

Trend-Magazin

Instagram Insider magazine
Quelle: Instagram

Am Donnerstag, dem 19. April 2021, wurde die erste Ausgabe des neuen digitalen Magazins "Instagram Insider" veröffentlicht, das darauf abzielt, wichtige Content-Trends, basierend auf Instagram-Aktivitäten, sowie einflussreiche Creators auf der Plattform aufzuzeigen.

Das 9-seitige Magazin, das du als PDF herunterladen kannst, enthält Übersichten über wichtige, zukünftige Trends, mit Beispielbildern und Links zu Top-Creatorn, denen du folgen kannst.

Instagram Insiders magazine
Quelle: Instagram

Im letzten Abschnitt beantwortet Elisa Benson, Strategic Partner Manager bei Instagram, Fragen aus der Instagram Community zu Verifizierung und Hidden Likes:

Instagram Insiders magazine
Quelle: Instagram

Das Magazin richtet sich im Wesentlichen an private Nutzer und diejenigen, die sich über Instagram-Trends informieren wollen, bietet aber auch viele Anregungen für E-Commercler, Marketer und Werbetreibende. Auf dieser Grundlage kannst du vielleicht neue Blickwinkel für deine eigenen Instagram-Strategien finden und diese Erkenntnisse für dein Geschäft nutzen, während der Frage-und-Antwort-Teil auch bei der Beantwortung deiner Fragen hilfreich sein könnte.

So oder so, es ist kurz, es ist kostenlos, und das Magazin gibt es hier zum Download. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen.

Neue Verkaufsoption

Eine weitere Funktion, die laut InstaLeaks in Arbeit ist, ist eine neue "Verkaufen"-Option für Instagram Business Accounts. Durch diese neue Funktion, können Nutzer durch einfaches Antippen des Buttons direkt auf eine Website oder innerhalb Instagram weitergeleitet werden, wo Unternehmen Ihre Produkte und Preise platzieren können. Bisher mussten Unternehmen den Link zu ihrer Website in ihrer Bio angeben, um ihre Profilbesucher*innen weiterzuleiten. Diese neue Funktion wird es nun einfacher machen, über Instagram online einzukaufen.

Eingeschränkte Kommentare

Instagram startet einen neuen Test und testet eine neue Option, die sich "Limited Comments" nennt. Diese neue Option kann über die Privatsphäre-Einstellungen in der Anwendung aktiviert werden und ermöglicht es Benutzer*innen, die Sichtbarkeit von Kommentaren zu den Beiträgen, die in ihrem Feed erscheinen, zu begrenzen.

Instagram lässt sich immer wieder neue und einzigartige Funktionen einfallen, die unsere Erwartungen erfüllen und wir können es kaum erwarten, zu sehen, was der Tech-Gigant künftig noch für uns auf Lager hat.

Für mehr Kontext: YouTube testet Kommentaranzeige bei bestimmten Zeitpunkten im Video

YouTube arbeitet daran, eine clevere Funktion von SoundCloud names Timed Comments zu übernehmen, die es der – zunächst sehr kleinen – Testgruppe ermöglicht, Kommentare an einen konkreten Zeitpunkt im Video zu knüpfen, mit dem diese dann auch verlinkt werden. In der Folge wird der Kommentar dann am entsprechenden Zeitpunkt im Video visuell dargestellt. Die Funktion wird nur auf den mobilen Apps für Android und iOS getestet, die Desktop-Version ist zum jetzigen Zeitpunkt von dem Test ausgeschlossen.

Timed Comments bei YouTube, Android Police
Quelle: YouTube

Diese Anzeige könnte für User mehr Kontext bedeuten, wenn sie durch ein Video skippen und die für sie relevantesten Stellen suchen. Allerdings testet YouTube das Feature vorerst, um einen umfassenden Roll-out abzuwiegen. Vorstellbar wäre schließlich auch, dass diese Funktion missbräuchlich genutzt wird. Derzeit können einige wenige iOS und Android User am Test für die Mobilversion teilnehmen. Ob die Funktion vorhanden ist, können Nutzer:innen über den Button zum Sortieren der Kommentare einsehen

Telegram 2.0: Neues Update mit mobilem Bezahlen und Clubhouse-Feature

Telegram erweitert in gefühlt riesigen Schritten seine eigene App und bietet viele neue Funktionen an. Das nun ausgerollte Update auf Telegram 2.0 bringt einige Verbesserungen mit und greift eine der Trend-Apps aus dem Jahr 2020 an: Clubhouse! Zudem ist mobiles Bezahlen mit Telegram ebenfalls ein Thema. Was sich alles geändert hat, erfährst du nun im Folgenden.

Zahlungen 2.0

Zahlungen 2.0, Geplante Sprachchats, Neue Webversionen und mehr
Quelle: Telegram

Im Jahr 2017 wurde auf Telegram erstmals Unterstützung für Zahlungen hinzugefügt. Zahlungsbots ermöglichten es den Nutzer*innen, Waren und Dienstleistungen sicher zu bezahlen, ohne die App zu verlassen. Alles von der Pizzabestellung über das Rufen eines Taxis bis hin zum Austausch von Winterreifen, wenn man den Winter satthatte.

Nun können Händler Kreditkartenzahlungen in jedem Chat akzeptieren und sich dabei auf 8 integrierte Drittanbieter wie z. B. Stripe verlassen.

Käufer können bei jedem Kauf Trinkgeld hinzufügen, um ihren Lieblingskünstlern, Lieblingsgeschäften oder auch Lieblingslieferanten etwas mehr Unterstützung zukommen zu lassen. Zahlungen können von allen Apps durchgeführt werden, inklusive der Desktop-Apps.

Sprachchats 2.0

Sprachchats erschienen erstmals im Dezember und fügten den Gruppen bei Telegram eine neue Dimension von Live-Gesprächen hinzu. Nun sind sie auch in Kanälen verfügbar - und es gibt keine Begrenzung mehr für die Anzahl der Teilnehmer.

Das Update bringt außerdem aufnehmbare Sprachchats, umfangreiche Teilnehmerlisten, Mechanismen zum Handheben, Einladungslinks für Sprecher und Zuhörer, Titel für Sprachchats und eine Möglichkeit für Personen des öffentlichen Lebens, Sprachchats als ihre Kanäle beizutreten.

Das bedeutet, ihr könnt Sprach-Chats aufmachen und euch so mit mehreren Teilnehmern gepflegt unterhalten. Diese können übrigens auch Zuhörern auf der ganzen Welt als Broadcast zugänglich gemacht werden. In Telegram 2.0 könnt ihr solche Sprach-Chats nun auch planen und eure Audio-Konversationen ankündigen. Habt ihr also ein breites Publikum, könnt ihr dieses über das geplante Event informieren.

WhatsApp Business: Ads direkt über die App schalten

Bald können Unternehmen über WhatsApp Business Ads schalten. Die Ankündigung kam von Mark Zuckerberg und dürfte das Werben für einige Businesses vereinfachen.

WhatsApp business ads
Quelle: Facebook

Die Möglichkeit, Facebook-Anzeigen zu erstellen, die mit WhatsApp verknüpft sind, gab es schon länger, dafür mussten Marketer nur den Umweg über Facebook Ad Manager nutzen. Die neue Funktion, wie du es in dem Bild erkennen kannst, wird in WhatsApp selbst integriert, was ein bedeutender Fortschritt für die Werbetools der Plattform ist. In WhatsApp selbst gibt es keine Ads. User empfinden diese im Umfeld des Messengers als unpassend. Um dennoch die Zielgruppe anzusprechen, können Unternehmen Ads auf Facebook schalten, die direkt zu ihrem WhatsApp-Auftritt verlinken. Diese Option soll es sehr bald für zahlreiche Unternehmen zum Test angeboten werden. Diese neue Funktion kann eine willkommene Erleichterung des Werbeprozesses für Marketer sein. Wir sind gespannt.

Gut zu wissen

Reddit gibt Benutzern mehr Optionen bei der Verwaltung ihrer Follower. TikTok eröffnet Transparency Center in Europa wo Experten Informationen darüber gegeben werden, wie sie an die Sicherheit der Plattform und den Datenschutz der Nutzer herangehen können. YouTube bietet ein Update zur Selbstzertifizierung und zum Experiment mit zeitlich begrenzten Kommentaren. WhatsApp führt erweiterte Bildanzeige in Messaging-Threads ein.

Schon gelesenTHINKING OUT OF THE ROBLOX: WIE MARKEN ROBLOX NUTZEN KÖNNEN

Kontakt:  sprichmituns@wearesocial.de