Facebook, Instagram, WhatsApp: Messenger API steht ab sofort allen zur Verfügung

Facebook setzt den Plan um, seine diversen Apps stärker zu Plattformen für den Austausch zwischen Unternehmen und ihren Kund*innen zu machen. Den Anfang machen Instagram sowie die Messenger-App WhatApp.

Mit neuen Features im Instagram Messenger sollen Unternehmen jetzt Direktnachrichten entlang der gesamten Customer-Journey integrieren können. Die Freigabe der API macht nun die Einbindung in bestehende Messaging-Aktivitäten möglich.

Quelle: Instagram

Instagram Direktnachrichten sind schon lange ein zentrales Element von Instagram. Einmal für die private Kommunikation, aber auch für die Kommunikation mit Marken und Unternehmen. Die Social App hat weltweit mehr als 1 Milliarde aktive Konten. Laut Instagram gaben 81 Prozent der Befragten an, dass Instagram ihnen bei der Recherche von Produkten und Dienstleistungen hilft.

"Instagram ist ein hervorragender Kanal, über den Unternehmen auf einfache, sichere und effektive Weise mit ihren Kund*innen in Kontakt treten können", sagt Eduardo Henrique, Chief Business Development Officer von Sinch. "Die Ergebnisse aus unseren Early-Access-Tests sind sehr ermutigend, da die Kund*innen die schnelleren Antworten und die verbesserte Kundenerfahrung schätzen, die das neue Angebot mit sich bringt."

Durch die Öffnung der Messenger API für Instagram entstehen nun für alle Unternehmen neue Möglichkeiten, Direktnachrichten und somit die persönliche Kommunikation mit Kunden noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Wer dies geschickt anstellt und effektiv mit seinen Instagram Stories kombiniert, ebnet sich den Weg für eine nachhaltige Kommunikation mit den eigenen Kunden.

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Quelle: Unsplash /
Georgia de Lotz

Facebook demonstrierte als Beispiel, wie man in einer Unterhaltung den Versandstatus prüfen oder die Lieferadresse korrigieren kann.

Auch bei WhatsApp werden die Möglichkeiten zur Kommunikation mit Unternehmen ausgebaut. Unter anderem können die Firmen in ihren WhatsApp-Chats nun neue Listenansichten mit bis zu zehn auswählbaren Optionen anbieten, damit Antworten seltener per Hand eingetippt werden müssen. Sie können ihren Kund*innen nun zum Beispiel auch per WhatsApp mitteilen, wann ein Artikel wieder lieferbar ist.
Unternehmen sollen ihre WhatsApp-Präsenz künftig binnen fünf Minuten einrichten können - vorher habe es zum Teil Wochen gedauert.

Kombination von Instagram Kommentaren und Direktnachrichten

Es besteht die Option Kommentare mit Instagram Direktnachrichten zu verknüpfen. Wird ein Beitrag kommentiert, kann daraufhin eine automatisierte Direktnachricht verschickt werden. So kann man nicht nur die Zahl der Direktnachrichten erhöhen, man kann Nutzer*innen so auch gezielt in einen bestimmten Funnel führen.

Das funktioniert natürlich nur dann, wenn der Pfad über die Messenger for Instagram API schlüssig ist und einen Mehrwert bietet.

Versand von Links, Videos, Bildern und Sprachnachrichten

Über die API können aber nicht nur Textnachrichten und Textbausteine verschickt werden. Auch der Versand von Video, Bildern, Links mit Vorschau und Sprachnachrichten ist es möglich.

Personalisierung von Instagram Direktnachrichten

Ein großer Vorteil liegt in der Personalisierung der Direktnachrichten und das automatisiert. Eine persönliche Ansprache ist wichtig und vermittelt ein vollkommen anderes Gefühl, als wenn ein Bot zwar automatisch antwortet, aber die persönliche Ansprache fehlt.

Direkte Reaktionen auf Instagram Stories

Instagram Stories, beziehungsweise die Erwähnungen von Accounts, sind ein wichtiger Bestandteil der Direktnachrichten. Über die API ist auch eine Verknüpfung zwischen Stories und Direktnachrichten möglich. Wichtig hierbei ist, dass dies nur für Accounts möglich ist, die über ein öffentliches Profil verfügen. Ist das Profil privat, kann daran auch nichts die Messenger API ändern.

Twitter testet erstmalig Ads in Fleets

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Quelle: Unsplash / Claudio Schwarz

Vor einem halben Jahr launchte Twitter Fleets, die wie das Story Feature auf anderen sozialen Plattformen funktionieren. Nun plant der Kurznachrichtendienst weitere Neuerungen für das Format. 

Mehr Twitter User mit Ads erreichen

Quelle: Twitter

"Fleet-Ads sind bildschirmfüllende Werbetafeln für Werbetreibende", schreiben Justin Hoang, Senior Product Manager bei Twitter, und Austin Evers, Global Product Marketing Manager, in einem Posting, in dem die Ads angekündigt werden. Twitter arbeitet mit einer "Handvoll" von Werbetreibenden in einem sogenannten "Experiment" zusammen und macht die Fleet-Anzeigen für eine begrenzte Gruppe von US-Nutzer*innen auf iOS und Android sichtbar.

Das heißt, dass Unternehmen nun testweise die Möglichkeit haben, User in einem Umfeld zu erreichen, in dem Full Screen nur die Anzeige zu sehen sein wird – zwischen Inhalten, die die User*innen gerne konsumieren. Dementsprechend sollten Unternehmen darauf achten, ihre Inhalte nativ in das Umfeld einzubetten und Ads zu erstellen, die dem sonstigen Fleet Content ähneln.

Die Anzeigen unterstützen Bilder und Videos im Format 9:16, wobei Videos bis zu 30 Sekunden lang sein können. Marken können einen "Swipe-up"-Call-to-Action hinzufügen und werden in der Lage sein, auf Standard-Twitter-Anzeigenmetriken zuzugreifen, einschließlich Impressionen, Profilbesuche, Klicks, Websitebesuche und andere Informationen.

Quelle: Twitter

Twitter Blue: Zugang zu exklusiven Features und Vorteilen

Quelle: Twitter

Wir haben es bereits in Tests gesehen, und jetzt ist es soweit: Twitter startet offiziell seinen neuen "Twitter Blue"-Abonnementdienst, der es Nutzer*innen ermöglicht, eine monatliche Gebühr zu zahlen, um Zugang zu einer Reihe von zusätzlichen Tweet-Funktionen und -Tools zu erhalten.

Nutzer*innen in Kanada und Australien können das Zusatz-Abo ab sofort zum monatlichen Preis von 3,49 kanadischen Dollar bzw. 4,49 australischen Dollar nutzen.

Im deutschen App Store tauchte kürzlich auch schon Twitter Blue als In-App-Kauf zum Preis von 3,49 Euro auf, ließ sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht vollumfänglich nutzen.

Das Abo-Modell des sozialen Netzwerks richtet sich vor allem an Nutzer und Nutzerinnen, die Twitter intensiv nutzen und Zugang zu exklusiven Features und Vorteilen erhalten möchten. Eine kostenlose Nutzung des Dienstes ist aber auch weiterhin möglich. Zu den Twitter Blue-Funktionen zählen unter anderem

  • Lesezeichen-Ordner: Gruppierung von Lesezeichen in aufgeräumten Ordnern
  • Tweets rückgängig machen: Lösung für Tippfehler und vergessene Hashtags. Mit der Funktion „Tweet rückgängig machen“ kann man einen Tweet überprüfen, überarbeiten und abbrechen, nachdem man auf „Tweet“ gedrückt hat, aber bevor er in der Home-Timeline öffentlich sichtbar ist.
  • Lesemodus: Der Lesemodus bietet ein schöneres Leseerlebnis ohne Ablenkung. User bleiben bei langen Threads auf dem Laufenden, indem man sie in einfach zu lesenden Text umwandelt.
  • Anpassbare App-Symbole für den Homescreen
  • Verschiedene Farbdesigns innerhalb der App
  • Spezieller Abonnenten-Kundensupport

Wann sich Twitter Blue auch in Deutschland vollumfänglich buchen und nutzen lässt, ist bisher noch nicht mitgeteilt worden. Da der Abo-Kauf aber bereits im deutschen App Store zu finden war, dürfte es auch hierzulande nicht mehr lange dauern.

Instagram: Neue Tools für Branded Content

Instagram hat einige neue Ergänzungen zu seinen Branded-Content-Tools vorgenommen, die es den Creator*innen auf der Plattform ermöglichen, eine bessere Basis zu schaffen. Außerdem wurde ein Untermenü für die Monetarisierungshilfe erstellt, das Marken und Einzelnen weiteren Zugang bietet.

Was sind also die neuen Tools?

Zunächst einmal können Creator*innen auf Instagram nun bis zu zwei Marken in einem einzigen Beitrag markieren. Dies ermöglicht es Influencer*innen und dergleichen, aus Deals und Sponsorings wirklich Kapital zu schlagen. Auf der anderen Seite werden die Marken darüber informiert, dass sie mit anderen Marken getaggt sind, bevor integrierte Nachrichten vereinbart werden.

Quelle: Instagram

Bei der nächsten Funktion handelt es sich um eine Funktion, die nun Content-Creator*innen erlaubt, gebrandete Inhalte ohne die vorherige Genehmigung der Marke zu veröffentlichen. Marken können Deals auch nach der Veröffentlichung des Posts genehmigen, woraufhin ihr Name in den Posts erscheint. Auf diese Weise können Nutzer*innen auf die langen Wartezeiten verzichten, um mit Marken zu interagieren, was zu einer vereinfachten und effizienteren Interaktion führt.

Schließlich, so Alessandro Paluzzi, richtet Instagram in seinem Hilfemenü nun auch einen Hilfebereich für die Monetarisierung ein. Das Untermenü bietet zwei Optionen für Content-Creator*innen. Die erste ist eine Hotline, die sie direkt mit dem Kontakt-Support verbindet. Es ist eine Helpline, die es den ermöglicht, Unklarheiten zu klären. Die zweite, Branded Content, zielt darauf ab, Fragen zu klären, die Nutzer*innen in Bezug auf das Branding ihrer persönlichen Inhalte auf Instagram haben könnten.

Gut zu wissen

LinkedIn testet den Dark Mode. YouTube führt fünf Updates für die Analysedaten der Creator*innen ein, die mehr Einblicke in die Art und Weise geben, wie Nutzer*innen mit Inhalten umgehen. Facebook führt jetzt Anonymes Posting in Gruppen und neue Monetarisierungsoptionen für Content-Creator*innen einschließlich kurzer Videos mit Ads ein.

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