WE ARE SOCIAL’S TUESDAY TUNE-UP #240

Tune Up

Der Super Follow ist da: Twitter launcht neues Abomodell für iOS

Für Tweets bezahlen? Bis vor Kurzem noch undenkbar. Jetzt launchte Twitter das Super Follow Feature, das den Zugang zu bestimmten Content nur gegen Gebühr ermöglicht.

Nach langwierigen Testreihen und ausgedehnten Spekulationen, wann Twitter das Super Follow Feature an den Start bringt, verkündete die Kurznachrichtenplattform jetzt, dass die neue Abofunktion offiziell verfügbar ist – allerdings vorerst nur für iOS-Nutzer*innen in den USA und Kanada.

Zum Start des neuen Bezahl-Features erklärt Twitter, welche Voraussetzungen Creator*innen erfüllen müssen, damit User*innen ihnen per Super Follow folgen können. Diese sind:

Janes Screenshot zeigt verschiedene Abonnementpreise, zwischen denen die Nutzer*innen wählen können: 2,99 Dollar, 4,99 Dollar und 9,99 Dollar pro Monat. Es ist offensichtlich, dass all diese verschiedenen Preise unterschiedliche und verbesserte Optionen und Funktionen für die Nutzer*innen bieten.

Nutzer*innen, die die neue Super-Follow-Funktion abonnieren, erhalten Boni und exklusive Inhalte von ihrem abonnierten Tweeter, der ihnen auch Abzeichen aushändigen kann, die die Zugehörigkeit zu den Abonnenten hervorheben.

Die abonnierten Tweeter*innen können im Gegenzug eine große Menge an Einnahmen erzielen, fast bis zu 97 Prozent, während die verbleibenden 3 Prozent von Twitter selbst eingenommen werden, nachdem sie die Gebühren des App Stores oder andere Transaktionsgebühren abgerechnet haben. Sobald ein Nutzer oder eine Nutzerin 500.000 Gesamteinnahmen durch Monetarisierung auf Twitter überschreitet, wird die Plattform ihren Umsatzanteil von 97 auf 80 Prozent reduzieren, nachdem alle Transaktionsgebühren gekürzt wurden.

Abgesehen davon werden im gleichen Zeitraum auch Ticketed Spaces eingeführt, bei denen Spaces-Hosts von den Nutzer*innen zwischen 1 und 999 Dollar verlangen können, um an einer Space-Room-Konversation teilzunehmen.

Twitter hat einige ziemlich mutige Schritte unternommen, um Urheber*innen zu helfen, durch ihre Plattform zu verdienen, und wir können es kaum erwarten, zu sehen, wie gut es mit den beiden neuen Funktionen funktionieren wird.

Neues Videoformat: LinkedIn gibt Story-Funktion auf

LinkedIn has finally learned that blindly following trends does not always yield positive results
Quelle: Bloomberg via Getty Images

Snapchat war das erste soziale Netzwerk, das 2013 die Story zum ersten Mal einführte. Später kopierten Facebook, Instagram und Twitter diesen Trend. Twitters Funktion brachte jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse und so beschloss das Unternehmen, die Funktion abzuschalten. Nun folgt LinkedIn dem Schritt von Twitter, indem es die Story-Funktion Ende September 2021 einstellt, die es im vergangenen Jahr öffentlich eingeführt hatte, so die Aussage von Senior Director Liz Li.

LinkedIn testete die Stories-Funktionen Anfang 2018 in Bezug auf der Meinung eines Studenten. Einer der Gründe für die Einstellung dieses Projekts ist, dass die Plattform herausgefunden hat, dass ihre Nutzer*innen die Video-Funktion, die nach 24 Stunden verschwindet, nicht wollen. Vielmehr wollen die Menschen die Art von Videos machen, die ihre Geschichten auf eine speziellere und persönlichere Art und Weise präsentieren können und die auch ihren Charakter und ihre Fähigkeiten zeigen. Diese Abschaffung kann jedoch ein Hinweis auf einen größeren Rückzug aus dem kurzlebigen Video in sozialen Netzwerken sein.

Die Plattform hat auch eine Benachrichtigung an die Seitenadministration geschickt, dass sie die Stories im aktuellen Design aussetzt und weiter an den neuen Möglichkeiten arbeitet, die die Bedürfnisse der professionellen Nutzer*innen besser unterstützen. Die Seitenadministrator*innen wird nicht in der Lage sein, die Story zu posten, und die Leute werden auch nicht in der Lage sein, solche Stories auf LinkedIn zu sehen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Projekt und die Rückmeldungen der Nutzer*innen zeigen, dass sie ihre Inhalte in Form von Stories auch außerhalb des 24-Stunden-Fensters benötigen und dass diese auf ihrem Profil zugänglich sein müssen. Darüber hinaus brauchen die Menschen weiterhin einige inspirierende Tools, um ansprechende Videos auf der Plattform zu erstellen.

Es ist keine große Überraschung, dass die Stories-Option der Plattform nicht den richtigen Weg eingeschlagen hat. Viele Experimente der sozialen Plattformen sind auch nach ihrem Scheitern noch lohnenswert, da LinkedIn nun versteht, dass es sich auf solche Elemente konzentrieren muss, die das Engagement der Nutzer*innen anziehen können.

Liz Li hat auch erklärt, dass die Plattform derzeit eine neu gestaltete Videopraxis testet, die besser und besonders konversationell ist. Die Plattform wird die Kernpunkte der Nutzer*innen in dem kommenden Projekt, das als Ersatz für die Stories-Funktion entwickelt wird, hervorheben. Allerdings hat die Plattform jetzt keine Details über dieses Projekt enthüllt. Es wird davon ausgegangen, dass die Plattform weitere Video-Tools entwickeln wird, damit die Nutzer*innen ihre Erkenntnisse und Fähigkeiten auf ansprechende Weise präsentieren können.

Facebook arbeitet an automatischen Anzeigenstrategien

Facebooks neue Funktion für automatische Anzeigenstrategien schlägt bessere Kampagnen für Marken auf der Plattform vor

Facebook ist nicht umsonst als das soziale Netzwerk bekannt. Das riesige Publikum, das es im Laufe der Jahre angehäuft hat, ist derzeit das größte aller Online-Plattformen für soziale Medien. Das bedeutet auch, dass Facebook ein perfekter Ort für Markenwerbung ist. Mit rund 2,89 Milliarden monatlich aktiven Nutzern (Stand: 2. Quartal 2021) bietet das soziale Netzwerk ein großes Publikum, das man mit Werbung ansprechen kann. Darüber hinaus hat Facebook eine Reihe von Tools entwickelt, die sich für jede Marke, die auf seiner Plattform wirbt, als nützlich erweisen. Insights und Post-Boosting sind Möglichkeiten, mit denen du deine Marke und deine Werbebotschaft einem immer breiteren Publikum zugänglich machen kannst, während du gleichzeitig verfolgen kannst, wie sie mit deinen Produkten interagieren. Auf jeden Fall ist Facebook ein definitiver Knotenpunkt für Online-Werbung.

Die Funktion wurde von dem Social-Media-Journalisten Matt Navarra und dem Twitter-Nutzer Roneet Michael entdeckt, der eine Einladung erhielt, die neue Funktion vorab auszuprobieren. Ähnliche Ideen, wie ein komplettes Publikum von Grund auf aufzubauen, wurden schon früher ausprobiert. Facebooks Möglichkeit, Beiträge zu verbessern, erlaubt es den Nutzer*innen auch, eine bestimmte Zielgruppe auszuwählen, für die der Beitrag sichtbar sein soll. Das soziale Netzwerk wählt diese jedoch für Nutzer*innen aus, die diesen Schritt überspringen wollen. KI, die auf bestimmte demografische Gruppen abzielt, ist sicherlich nicht ausgeschlossen. Doch wie unterscheidet sich der Prozess von Anzeigenstrategie?

Quelle: Facebook

Bei den Anzeigenstrategien handelt es sich einfach um eine viel ausgefeiltere Funktion, die die Nutzer*innen für ihre Online-Werbebedürfnisse nutzen können. Die Funktion “Anzeigenstrategie” hat ein eigenes Untermenü auf der Facebook-Oberfläche. Um eine Marke mit diesem Tool zu bewerben, muss man bestimmte demografische Daten angeben (Bevölkerungsgröße, kreative Elemente der Kampagne usw.). Das Endergebnis ist eine komplette Werbekampagne, die sich auf mehrere Bilder stützt und für die Nischenzielgruppe durchgeführt wird, die der Markeninhaber oder die Markeninhaberin ansprechen möchte.

Die Funktion befindet sich derzeit in einer begrenzten Form von Betatests. Wie aus den Screenshots von Roneet Michael hervorgeht, hat nur eine bestimmte Anzahl ausgewählter Personen Zugriff auf die frühe Version der Funktion. Mit der Zeit werden wir vielleicht bald sehen, dass breitere A/B-Tests implementiert werden. Wir sind gespannt!

Instagram startet sein Live-Shopping-Event, um die eCommerce-Aktivität zu steigern

Die Pandemie hat dazu geführt, dass Instagram an die Spitze der Liste der Social-Media-Plattformen aufgestiegen ist, die Aktivität boomt und die Nutzerbasis auf der ganzen Welt auf rund eine Milliarde aktive Nutzer*innen ansteigt. Um die digitale Marktaktivität über die Plattform zu steigern, hat Instagram das 10+ Tage Live Shopping Event aktiviert, bei dem Prominente und Influencer*innen über die App per Live-Stream für Einzelhandels- und Verkaufsprodukte und Dienstleistungen werben und mit dem Publikum in Kontakt treten.

Instagram erwähnt die breite Palette von Produktkategorien, die es abdecken will, darunter Mode, Musik, Beauty und Lifestyle in einem einmaligen Crossover. Ab dem 1. September werden auch prominente Persönlichkeiten Produkte vorstellen. Zu diesen Prominenten gehören Selena Gomez, Lil Yachty, Kacey Musgrave und einige andere Überraschungsgäste im Laufe der Saison. Diese Produkte beschränken sich nicht nur auf vorveröffentlichte Artikel, sondern umfassen auch Neuerscheinungen, Sonderangebote und spezielle Waren, die auf der Plattform angeboten werden.

Diese Live-Shopping-Sessions erstrecken sich nicht nur über den gesamten Monat, sondern umfassen auch Prominente, die für gemeinsame Marken werben, und einige, die auch ihre eigenen Marken im Stream vorstellen. Die Nutzer*innen können sich in den Live-Stream einklinken, indem sie auf die Schaltfläche im Shop-Bereich ihres Profils tippen, die einen Überblick über den ausgewählten eCommerce-Stream bietet.

Auf den Fersen von Instagram hat auch TikTok eine Live-Stream-Option für Verkauf, Kauf und Marketing eingeführt. Es wird erwartet, dass Facebook dies bald ebenfalls anbieten wird, um die Stream-Kaufoptionen zu übernehmen. Dies wird nicht nur für die Verkäufer*innen, Käufer*innen und Prominenten nützlich sein, sondern Instagram könnte seine Nutzerdatenbank vergrößern und damit das Werbegeschäft ausbauen.

Gut zu wissen

TikTok will mit seiner neuen Funktion “Family Pairing” die Bindung zwischen Eltern und Jugendlichen stärken. LinkedIns Lernplattform steigt mit Live-Stream zum Erfolg auf. Facebook steigt in die Welt der Spiele ein und launcht seine Fantasy Games.

Schon gelesenWARUM MARKEN DAS POTENZIAL VON TALENTEN MIT PERSÖNLICHKEIT NICHT VERSCHWENDEN SOLLTEN

Kontakt:  [email protected]